Ein Schnupfen dauert doch mit Behandlung 1 Woche und ohne 7 Tage.

Stimmt nur teilweise, denn wir können viel tun, um unsere Abwehr so in Schuss zu bringen, dass es nicht so schlimm wird. Gerade in der Heilkräuterkunde haben wir zahlreiche neue Erkenntnisse zur Abhilfe.

Grundsätzlich gilt - vorbeugen ist besser als heilen. Heilpflanzen wie Holunder oder Lindenblüten zählen hier wohl zu den Klassikern im Erkältungsbereich. Gemeinsam als Tee zubereitet werden Sie gerne für Schwitzkuren angewandt. Dies machen Sinn, scheiden wir doch über die Haut Giftstoffe aus und können nach einem Steigerungsbad das Ausschwitzen fördern.

Auch die gute Hagebutte kann als Superfood eingesetzt werden. Sie ist jetzt gerade reif, um sie zu ernten. Erstens enthält Sie eine hohe Menge an Vitamin C, zweitens helfen die b-Carotine Haut und Schleimhaut feucht zu halten, drittens dank der Polyphenole auch antibakteriell und anitviral wirksam zu sein. Der Haupteinsatz gilt allerdings der Prävention. Das heißt Hagebuttenmus aufs Brot oder in den überkühlten Tee verstärkt den „Schnupfenschutz“.

Setzen Sie auch Immunstimulantien rechtzeitig ein. Der Rote Sonnenhut - auch Echinacea genannt, ist wohl vielen bekannt. Immer wieder wird er kritisch hinterfragt. Allerdings muss man ihn nur korrekt anwenden, um den optimalen Nutzen zu haben. Am besten 2 Wochen 3x tgl die Tinktur einnehmen zwei Wochen pausieren und dann nochmals zwei Wochen wiederholen - das beschleunigt die unspezifische Abwehr. Wer noch nicht erkrankt ist, hat hier die Möglichkeit sich noch schnell gegen Viren und Bakterien zu wappnen.

Was viele nicht wissen - wer bereits die ersten Anzeichen wie Halskratzen oder dumpfen Kopfschmerz verspürt, kann sich auch mit Hopfen und Melisse helfen. Beide wirken antiviral während Melisse die Anlagerung der Viren an die Zelle verhindert stört Hopfen die Vermehrung in der Zelle und hemmt durch seine antioxidative Aktivität auch die Zellschädigung.

Eisenkraut und Primelblüten sind ideale Kräuter um gerade in den oberen Atemwegen Sekretstau zu verhindern. Bei jeglicher Art von Schnupfen, Nasennebenhöhlen oder Stirnhöhlenproblemen sollten Sie eingenommen werden. Der Schleim löst sich, kann besser abfließ en und auch resorbeirt werden.

Auch die richtige Luftfeuchtigkeit ist für die Atemwege von großer Bedeutung. Wir haben feinste Flimmerhärchen in der Nasenschleimhaut sitzen, diese können sich bei Trockenheit nur schlecht bewegen. Sie haben aber den Sinn Eindringlinge so rasch als möglich nach außen zu befördern. Bei verringerter Bewegung gelingt das nur eingeschränkt. Daher im Zimmer Pflanzen wie zum Beispiel Weihnachtskakteen aufstellen. Auch Wasserschalen mit 2 Tropfen ätherischem Öl sind hilfreich. Die hochwirksamen Duftstoffe hemmen das Keimwachstum. Am besten gegen Erkältungen eignen sich Thymian mit Pfefferminze und Zitrone oder Eucalyptus mit Lavendel. Doch Achtung weniger ist mehr! Das heißt auch wenn Sie das ätherische Öl nicht mehr riechen, ist noch eine ausreichende Menge im Raum.