Gerade wenn es kälter wird, fangen Sie wieder an - die Gelenksbeschwerden. Nach einer länger andauernden Ruhephase, wie es am Morgen der Fall ist, fühlen sich die Gelenke steif an und brauchen um wieder auf Touren zu kommen. Die kalte Jahreszeit ist jene, in der chronische Gelenksprobleme die meisten Beschwerden machen.

Gelenke sind nach der Traditionellen Chinesischen Medizin Energiesperren. Immer dann, wenn die Energie nicht richtig fließen kann, kommt es zum Schmerz. Gerade jetzt bei Kälte verstärken sich die Gelenkschmerzen durch verengte Gefäße und dadurch schlechtere Durchblutung, verminderte Abfuhr der Schlackenstoffe, aber auch verspannte Muskulatur. Bei Abnützung wie einer Arthrose kommen unter Umständen auch stechende Schmerzen hinzu.

Die beste Vorbeugemaßnahme für das Gelenk ist Bewegung. Diese sollte so gewählt werden, dass der Knorpel nicht Schaden nimmt. Denn die feine Überzugssubstanz der Knochen fungiert wie ein Stoßdämpfer. Dieser wird durch Bewegung genährt und geschmeidig gehalten. Rad fahren, Walken, Schwimmen oder auch Bouldern sind Formen, welche nicht nur die Muskulatur zur Stabilisation trainieren, sondern das Gelenk durch die Produktion der Synovialflüssigkeit nähren.

Nutzen sich die Knorpelsubstanz durch Fehlbelastung ab, verdichten sich die Knochen im Gelenksbereich, später reiben sie aneinander. Die Gelenkinnenhaut wird gereizt, und eine Entzündung ist die Folge.

Aus der Heilpflanzenkunde wird Kurkuma bei Gelenksbeschwerden eingesetzt. Konkret hat das enthaltene Curcumin besonders am Gelenk entzündungshemmende Fähigkeiten. Um diese optimal entwickeln zu können braucht es allerdings eine technologische Verarbeitung. Müsste man normalerweise 15g Kurkuma täglich einnehmen, reicht bei liposomal aufbereitetem Curcumin 1 - 2 Kapseln täglich um NFkB zu hemmen und so die Entzündungsreaktion hintanzuhalten. Zubereitungen in welchen Curcumin mit Piperin kombiniert wird, sind zwar ebenfalls besser in der Resorption, werden aber häufig auf Dauer nicht so gut vertragen.

 

Wer unter Kälte leidet, kann sich auch mit warmen Wickeln helfen. Der Leinsamenwickel ist bei chronischen Gelenksbeschwerden, welche durch Übersäuerung verursacht werden (zu hoher Fleisch-, Kaffee- und Zuckerkonsum) besonders empfehlenswert. Nehmen Sie vier Esslöffel Leinsamen und verkochen ihn mit 150 ml Wasser sowie einem Esslöffel Apfelessig zu einem dicken Brei. Noch besser wirkt er, wenn er frisch geschrotet wird. Verteilen Sie den warmen Brei auf einem Leinentuch und lassen Sie ihn kurz überkühlen. Nachdem die Temperatur überprüft wurde, wird das eingeschlagenen Tuch noch warm mit einer Frischhaltefolie angewickelt und mit einem Schal oder Frotteehandtuch umhüllt. So verbleibt der Wickel zumindest zwanzig Minuten (kann auch über nacht verweilen). Der Wickel kann ohne weiters täglich über mehrere Wochen angewandt werden. Eine nachhaltige Wirkung kann allerdings nur durch eine entsprechende Ernährungsumstellung erzielt werden.

 

Verstärken kann man die Wirkung noch mit einem

 

Bei vorrangigen Muskelschmerzen mischt man das Johannniskrautöl mit Majoranöl und Latschenkieferöl, wärmt es leicht an und legt es in Form eines Ölflecks über Nacht auf. Majoranöl gilt als krampflösend und entspannend, das Latschenkieferöl ist bekannt für seine antirheumatische Wirkung.

 

Auch Massagen können den Stoffwechsel anregen. Hierfür eignet sich jeweils 10 Tropfen Weihrauchöl, Lavendelöl und Pfefferminzöl stufenweise mit 100 ml Johanniskrautöl zu mischen. Massieren Sie das betroffene Gelenk und die angrenzende Muskulatur täglich 5 Minuten mit weichen kreisenden Bewegungen. Dann wird sich rasch eine Besserung   einstellen.